Talente-Cup in Berlin vom 4. bis 6. Januar 2026
Am 4. und 5. Januar 2026 wurde Berlin erneut zum Zentrum des deutschen Nachwuchshandballs. Bereits zum elften Mal richtete der Berliner TSC den renommierten Talente Cup aus – ein Turnier, das sich seit seiner Premiere im Jahr 2014 (damals noch unter dem Namen „Turnier der Traditionsvereine“) zu einer festen Institution im weiblichen Jugendhandball entwickelt hat.
Seit 2016 trägt das Turnier den Namen Talente Cup – und dieser ist Programm. Ein Blick auf die Teilnehmerinnenlisten vergangener Jahre zeigt, dass zahlreiche Spielerinnen, die hier früh auf sich aufmerksam machten, inzwischen den Sprung in die 1. oder 2. Bundesliga geschafft oder die Jugendnationalmannschaften des DHB durchlaufen haben. Der Talente Cup steht damit sinnbildlich für nachhaltige Nachwuchsförderung und hochklassigen sportlichen Vergleich.
Auch die diesjährige Auflage bot an zwei intensiven Turniertagen Handball auf sehr hohem Niveau. In Berlin traten folgende Mannschaften gegeneinander an: TSC Berlin, TV Hannover-Badenstedt, Bezirksauswahl Wiesbaden–Frankfurt, Stralsunder HV, SG Hamburg-Nord, SV Grün-Weiß Schwerin, SV Buxtehude, HC Leipzig.
Besonders erfreulich war die Teilnahme der Bezirksauswahl Wiesbaden–Frankfurt (Jahrgang 2013, D-Jugend). Die Auswahlmannschaft präsentierte sich über das gesamte Turnier hinweg äußerst geschlossen, kämpferisch sowie spielstark und zog verdient bis ins Finale ein.
Die Gruppenphase
Die Mädels aus Hessen setzten sich in der Gruppe B gegen die Mannschaften Buxtehuder SV mit 22:7, SV Grün-Weiß Schwerin mit 18:12 und
TV Hannover-Badenstedt mit 25:14 durch.
Halbfinale
Im Halbfinale trafen die Mädels der Bezirksauswahl auf die SG Hamburg-Nord. Und eins war klar: Es musste von Anfang an mit reichlich Gegenwehr und einem motivierten Gegner gerechnet werden. Immerhin lieferte Hamburg bereits in der Gruppenphase gute Spiele ab und verdiente sich dort den zweiten Platz.
Der Spielverlauf spiegelte die Annahme exakt wieder. Die Mädels aus Hessen konnte sich zur keiner Zeit, über die gesamten 24 Minuten Spielzeit, von den Hamburgerinnen absetzen. Denn diese ließen nicht locker und erzielten immer wieder Anschlusstreffer. Mit einem Kraftakt wurde der 1-Tor-Vorsprung bis zur letzten Sekunde verteidigt, sodass die Auswahl, mit einem 16:15 Punktestand, das Feld als Sieger verlassen konnte.
Herzschlagfinale gegen den Berliner TSC
Das Endspiel gegen den gastgebenden Berliner TSC entwickelte sich zu einem echten Handballkrimi. Nach Ablauf der regulären Spielzeit stand es 19:19 – die Entscheidung musste im 7-Meter-Werfen fallen. Auch hier begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe: Nach jeweils fünf Schützinnen lautete der Spielstand weiterhin 23:23. Im anschließenden Sudden-Death-Modus fiel schließlich die Entscheidung. In einem denkbar knappen Verlauf setzte sich der Berliner TSC am Ende mit 25:24 durch – aus Sicht der Bezirksauswahl äußerst unglücklich.
Stolz trotz Finalniederlage
Auch wenn die Enttäuschung über die knappe Finalniederlage zunächst groß war, überwog schnell der Stolz auf das Geleistete. Die Mädchen der Bezirksauswahl Wiesbaden–Frankfurt zeigten während des gesamten Turniers eine herausragende Leistung, kämpften bis zur letzten Sekunde und bewiesen eindrucksvoll ihr großes Potenzial. Hervorzuheben ist Ivona Roso, die sich den Titel „Beste Torhüterin“ verdiente und zusätzlich geehrt wurde. Der zweite Platz beim 11. Talente Cup des Berliner TSC ist ein starker Erfolg und eine wertvolle Erfahrung – und sicher nicht der letzte große Auftritt dieser talentierten Mannschaft, denn schon am kommenden Sonntag findet das nächste Turnier des Hessischen Handball Verband e.V. bei der HSG Hungen/Lich statt.
Es spielten für die Bezirksauswahl:
Pakjeera Arndt (HSG Goldstein), Line Wehner, Emma Fuhrmann (beide TSG Oberursel), Paula Kuhlen (SG Wallau/Breckenheim), Cleo Owen (TuS Kriftel), Nele Belka (TSG Münster), Ivona Roso, Leni Fink, Leni Lipsky (alle TG Eltville), Luisa Wagner (HSG Eppla), Sarah Morgenstern, Ivon Baltadzhieva, Olivia Badohu, Philippa Voigt (alle BIK Wiesbaden) und Nele Sanders (TVG Junioren Akademie Großwallstadt).


